Neue Ansätze in der Maschinenautomatisierung: Warum Prozessmodelle nachhaltigen Wert schaffen
Die Optimierung von Maschinen und Produktionsprozessen ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg eines Unternehmens innerhalb der gesamten...
4 Min. Lesezeit
DI DI(FH) Markus Gruber
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Mar 19, 2026 11:45:33 AM
Wenn bereits der Einstieg über Erfolg oder Risiko entscheidet
Der Einstieg in ein Automatisierungsprojekt wirkt auf den ersten Blick wie eine rein technische Entscheidung. In Wirklichkeit legt er jedoch den Grundstein dafür, wie Maschinenverhalten definiert, validiert und über den gesamten Lebenszyklus eines Systems gesteuert wird.
In der modernen Industrieautomation basieren Maschinensteuerungen meist auf SPS-Systemen sowie Sensorik und Aktorik. Entscheidend für die langfristige Stabilität ist jedoch nicht allein die SPS-Programmierung, sondern die zugrunde liegende Automatisierungsarchitektur.
In vielen Projekten beginnt die Arbeit sofort mit Programmierung, HMI-Design oder Hardware. Dadurch entstehen zwar funktionierende Maschinen, aber wie sie sich wirklich verhalten, zeigt sich oft erst bei der Integration oder Inbetriebnahme.
Genau hier entscheidet sich, ob ein System wirklich kontrollierbar ist – oder ob Risiken erst dann sichtbar werden, wenn sie bereits Kosten verursachen. Denn wenn das Maschinenverhalten erst während der Umsetzung entsteht, führt das oft zu komplexen Systemen, deren Logik schwer nachvollziehbar ist und die besonders in der Inbetriebnahme ein erhöhtes Risiko mit sich bringen.
Ein alternativer Ansatz ist das Process-First-Engineering. Dabei wird Maschinenverhalten nicht erst im Zuge der Umsetzung „entdeckt“, sondern bereits vor der Programmierung strukturiert definiert.
Damit stellt sich eine zentrale Frage für Projekte und Organisationen: Wie lässt sich Maschinenverhalten von Anfang an strukturiert definieren?
Dieser Artikel gibt darauf Antworten:
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Welche Vorteile ergeben sich, wenn Maschinenverhalten nicht erst im Code entsteht, sondern von Anfang an klar definiert ist?
Unsere Broschüre zeigt, wie sich Verhalten bereits vor der Programmierung strukturiert definiert und kontrollierbar machen lässt. Mit WhiteBox Engineering, Process-First Automatisierung und modellbasierter Steuerungsarchitektur.
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Jedes Automatisierungsprojekt beginnt mit einer grundlegenden Entscheidung: dem Einstiegspunkt. Dieser Einstiegspunkt bestimmt maßgeblich, wie Maschinenverhalten entsteht, validiert wird und später im Betrieb kontrolliert werden kann.

Typischerweise lassen sich vier Einstiegspunkte unterscheiden:
Was auf den ersten Blick technisch erscheint, ist in Wahrheit eine strategische Entscheidung. Denn sie hat langfristige Auswirkungen auf Risiko, Wartbarkeit und Investitionssicherheit eines Systems.


Der sicherste und langfristig effizienteste Einstiegspunkt ist der Prozess.
Beim Process-First-Engineering wird Maschinenverhalten zuerst als strukturiertes Modell definiert, bevor die Implementierung beginnt.
Das bedeutet:
Technologie, Steuerungslogik und Software folgen anschließend dieser strukturierten Verhaltensdefinition.
Dieser Ansatz reduziert Risiken deutlich, da:

Organisationen, die Process-First Engineering anwenden, erreichen häufig:
Bei Selmo wird dieser Ansatz durch Sequence Logic Modelling und die PTF-Methodik umgesetzt. Das Maschinenverhalten wird so bereits vor der Implementierung deterministisch beschrieben und eindeutig festgelegt.

In der Praxis beginnen viele Automatisierungsprojekte nicht mit einer expliziten Definition des Maschinenverhaltens, sondern direkt mit technischen Entscheidungen.
Diese Ansätze können kurzfristig funktionieren. Langfristig führen sie jedoch häufig zu implizitem Maschinenverhalten, höherer Komplexität und erhöhtem Risiko im Betrieb.
Der Unterschied zwischen diesen Ansätzen wird besonders deutlich, wenn man betrachtet, wann und wie Maschinenverhalten tatsächlich definiert wird.
| Ansatz | Maschinenverhalten | Validierung | Systemlogik | Inbetriebnahme | Änderungen | Betriebsrisiko |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Process-First- Engineering | Vor Implementierung definiert | Modellprüfung vor Umsetzung | Klare Automatisierungsarchitektur | Bestätigt definiertes Verhalten | Gegen Prozessmodell geprüft | Niedrig – Struktur klar |
| Code-First | Entsteht im Code | Während Integration | Logik im Code verteilt | Verhalten wird entdeckt | Risiko unerwarteter Effekte | Mittel bis hoch |
| Interface-First (HMI) | Entsteht über UI-Logik | Spät im Projekt | Zwischen HMI und Code verteilt | UI und Steuerung abstimmen | UI beeinflusst Logik | Mittel |
| Hardware-First | Durch Hardware geprägt | Nach Hardwareintegration | Durch Hardwarestruktur geprägt | Hardwaregrenzen sichtbar | Oft hardwareabhängig | Mittel |
Process-First-Engineering unterscheidet sich grundlegend von den anderen Ansätzen.
Während Code-, Interface- oder Hardware-getriebene Projekte Verhalten implizit entstehen lassen, definiert Process-First Engineering Maschinenverhalten explizit vor der Implementierung.
Dadurch entsteht eine klare Trennung zwischen:
Diese Trennung reduziert strukturelle Risiken erheblich. Maschinenverhalten wird dadurch:
Genau dieses Prinzip bildet die Grundlage des WhiteBox Engineering Ansatzes von Selmo, bei dem Maschinenverhalten vor der Implementierung formal definiert und während des gesamten Lebenszyklus kontrolliert und nachvollziehbar bleibt.
Die PTF-Methodik ist ein Architekturmodell für industrielle Automatisierungssysteme, das Maschinenverhalten strukturiert beschreibt, bevor die Implementierung beginnt.
PTF trennt dabei drei Ebenen der Automatisierung:
Diese Struktur ermöglicht eine klare Trennung zwischen Verhaltensdefinition und technischer Implementierung.
Process-First-Engineering basiert darauf, dass Maschinenverhalten vor der Implementierung definiert wird.
Die PTF-Methodik schafft dafür eine strukturierte Architektur:
Dadurch entstehen Systeme, deren Verhalten vorhersehbar, überprüfbar und langfristig stabil bleibt.
Bei modellbasierter Automatisierung wird zuerst ein formales Verhaltensmodell erstellt.
Aus diesem Modell kann anschließend automatisch SPS-Code generiert werden.
Typische Ergebnisse sind:
Dieser Ansatz reduziert Interpretationsfehler zwischen Spezifikation und Implementierung erheblich.
Ein digitaler Zwilling ist ein Modell des Maschinenverhaltens, das während des gesamten Lebenszyklus eines Systems genutzt wird.
Der Betrieb vergleicht kontinuierlich:
Dadurch werden Abweichungen früh sichtbar und Diagnoseprozesse deutlich einfacher.
WhiteBox Engineering ist der Ansatz von Selmo, um das strukturelle Problem impliziten Maschinenverhaltens in Automatisierungssystemen zu lösen.
Statt Verhalten erst während der Implementierung entstehen zu lassen, wird es bereits vorher strukturiert definiert.
Maschinenverhalten wird dadurch:
Dieser Ansatz reduziert Risiken in Entwicklung, Inbetriebnahme und Betrieb.
Die Selmo Method setzt den WhiteBox-Engineering-Ansatz in die Praxis um.
Sie etabliert eine Entscheidungsebene, in der Maschinenverhalten vor der Implementierung modelliert und validiert wird.
Dadurch bleibt Verhalten über den gesamten Lebenszyklus nachvollziehbar.
Viele Produktionssysteme enthalten implizites Maschinenverhalten, das erst während Störungen sichtbar wird.
Mit unserer Analyse-Checkliste können Unternehmen strukturiert prüfen:
Wenn Sie verstehen möchten, wo in Ihrer Automatisierungsarchitektur und Ihren Anlagen strukturelle Risiken entstehen, kann eine gemeinsame Analyse helfen.
In einem strategischen Gespräch zeigen wir:
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