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Smart Manufacturing: Warum Investitionen allein nicht ausreichen

Smart Manufacturing: Warum Investitionen allein nicht ausreichen

Warum transparente Maschinenlogik zur Voraussetzung für skalierbare Automatisierung und Industrial AI wird. 

Die Fertigungsindustrie investiert weltweit in Automatisierung, Industrial AI und digitale Produktionssysteme. Dennoch bleiben viele Smart-Manufacturing-Initiativen hinter den Erwartungen zurück. Der Grund liegt häufig nicht in fehlenden Technologien, sondern in einer strukturellen Lücke auf Maschinenebene, die in vielen Produktionssystemen bis heute besteht. 

Unternehmen investieren zunehmend in Automatisierung, künstliche Intelligenz, Analytik, Konnektivität und Cloud-Technologien. Ziel ist es, Produktivität zu steigern, Prozesse zu optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Laut der “2025 Smart Manufacturing and Operations Survey” von Deloitte sehen 92% der befragten Führungskräfte großer Produktionsunternehmen mit Sitz oder Geschäftstätigkeit in den USA Smart Manufacturing als wesentlichen Treiber ihrer Wettbewerbsfähigkeit in den kommenden drei Jahren. Die Erwartungen an Smart Manufacturing sind entsprechend hoch – und sie sind berechtigt. Doch während Daten, Systeme und Produktionsprozesse zunehmend digitalisiert werden, bleib eine zentrale Ebene häufig weitgehend unverändert: die Logik der Maschinen selbst.

Der Grund dafür liegt häufig nicht auf der Ebene von Dashboards, Datenplattformen oder KI-Anwendungen. Vielmehr bleibt in zahlreichen Fabriken der Kern des Produktionssystems schwer zugänglich: das Verhalten der Maschinen. Obwohl Anlagen heute vernetzt, visualisiert und kontinuierlich überwacht werden, ist ihre zugrunde liegende Logik häufig nur schwer nachvollziehbar. Wissen ist nicht vollständig dokumentiert, verteilt sich auf wenige Spezialisten und bleibt für andere Systeme weitgehend unsichtbar, was den Wissenstransfer erschwert und die Skalierbarkeit begrenzt.

Die strukturelle Lücke moderner Fabriken

Viele Transformationsprogramme konzentrieren sich auf die sichtbaren Ebenen der Digitalisierung. Dashboards, MES-Systeme, Reporting-Lösungen oder Industrial AI schaffen Transparenz und liefern wertvolle Erkenntnisse. Bleibt das Maschinenverhalten darunter jedoch schwer nachvollziehbar oder steuerbar, stoßen diese Technologien an Grenzen. Unternehmen optimieren damit zunehmend die Systeme rund um die Maschine, ohne deren zugrunde liegende Logik im gleichen Maß zugänglich zu machen.

Die Folgen zeigen sich über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage. Wiederholte Programmierung, verzögerte Inbetriebnahmen, längere Fehlerdiagnosen und eine hohe Abhängigkeit von erfahrenen Fachkräften verursachen Kosten, die oft nicht unmittelbar sichtbar sind, die Wettbewerbsfähigkeit jedoch nachhaltig beeinflussen. Gleichzeitig erschweren diese Faktoren die Wiederverwendung von Standards und die Übertragung von Verbesserungen auf weitere Anlagen oder Standorte. Die zunehmende Vernetzung der Produktion löst dieses Problem nicht automatisch: Eine vernetzte Maschine ist nicht zwangsläufig eine verständliche Maschine.

Industrial AI erhöht die Anforderungen an die Maschine

Mit dem zunehmenden Einsatz von Industrial AI gewinnt die Nachvollziehbarkeit des Maschinenverhaltens weiter an Bedeutung. Künstliche Intelligenz benötigt eindeutige Maschinenzustände, konsistente Ereignisse und nachvollziehbare Abläufe. Fehlen diese Grundlagen, muss sie Zusammenhänge aus uneindeutigen Signalen ableiten. Viele Anwendungen bleiben dadurch auf Pilotprojekte beschränkt und lassen sich nur schwer skalieren. Damit wird transparentes Maschinenverhalten zunehmend zur Voraussetzung dafür, dass Smart Manufacturing und Industrial A ihr Potenzial in der Praxis tatsächlich entfalten können. 

Smart Manufacturing wird nicht dadurch erfolgreich, dass wir immer mehr Technologie in die Produktion bringen. Entscheidend ist, dass Maschinenverhalten transparent, nachvollziehbar und steuerbar wird. Erst dann lassen sich Produktionssysteme effizient in Betrieb nehmen, standardisieren und nachhaltig skalieren." — DI DI(FH) Markus Gruber, Gründer und CEO, Selmo Technology GmbH

Die Investitionen in Smart Manufacturing werden weiter steigen. Entscheidend wird künftig jedoch sein, ob es gelingt, nicht nur Daten zu digitalisieren, sondern auch das Verhalten der Maschinen explizit, verständlich und steuerbar zu machen. Denn erst wenn diese operative Grundlage vorhanden ist, können digitale Technologien, Standards und KI-Anwendungen zuverlässig darauf aufbauen.

Genau an diesem Punkt setzt Selmo mit einem Behaviour-Centric-Ansatz an. Der Ansatz zielt darauf ab, die Logik auf Maschinenebene von einer schwer zugänglichen Black Box in eine strukturierte und steuerbare Grundlage für Inbetriebnahme, Betrieb und Skalierung zu überführen.

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